SONG

Clandestino

Schwarze Hand

Manu Chaos Vater war Galicianer, seine Mutter aus dem Baskenland. Beide gingen ins nach Paris, um dem franquistischen Regime Spaniens zu entkommen. Manu Chao wuchs in den Banlieues, den Vororten von Paris auf und lebt heute teilweise in Marseille und teilweise in Barcelona.

Der Mann mit der Mütze verpackt seine Botschaften in einfache Worte und verbindet Englisch, Französisch, Spanisch, und Portugiesisch zu einem ganz eigenen Kauderwelsch, das doch verständlich ist. Damit erreicht er wirklich alle: Kids, Coolios, Ökos, Hausfrauen.

Er verbrüdert sich mit den gebeutelten Minderheiten. Um die Ärmsten zu erreichen, wagt er sich in Slums, musiziert mit psychisch Kranken und gibt Konzerte in Gefängnissen. An diesen Orten entstehen auch viele seiner Songs, denn das Aufnahmegerät hat Manu Chao überall dabei. Konsequent wie er ist, widmet Manu Chao sein Album den "Clandestinos", also Menschen ohne Papiere.

Mit seiner Musik die Gräben zwischen den Menschen aufzubrechen – das gelingt Manu Chao mit "Clandestino". Über 2,5 Millionen Mal verkauft er die Platte. Trotzdem entscheidet sich der Freigeist sechs Jahre nach der Veröffentlichung gegen den kommerziellen Erfolg und trennt sich vom Label Virgin Records. Der heute 50-Jährige kämpft lieber auf bescheidene Art für eine bessere Welt - ohne Millionenkonzern im Rücken. Damit bewahrt er sich ein Gut, das nicht käuflich ist - seine Glaubwürdigkeit.

TEXT ÜBERSETZUNG

Clandestino


Text und Musik: Manu Chao

Ich bin allein mit meinem Schmerz,
alleine steht meine Überzeugung.
Wegrennen ist meine Bestimmung,
um das Gesetz auszutricksen.
Verloren im Innersten des großen Babylon.
Sie nennen mich den Schwarzen,
da ich keine Papiere habe.
Nach einer Stadt im Norden machte ich mich auf, um zu arbeiten.
Mein Leben endete zwischen Ceuta und Gibraltar.
Ich bin ein Punkt im Meer,
ein Phantom in der Stadt.
Ich führe ein verbotenes Leben, sagen die Behörden.
Ich bin allein mit meinem Schmerz.
Alleine steht meine Überzeugung.
Wegrennen ist meine Bestimmung,
da ich keine Papiere habe.
Verloren im Innersten von Babylon.
Sie nennen mich den Schwarzen,
ich bin der Gesetzlose.
Schwarze Hand,
schwarzer Peruaner,
schwarzer Afrikaner,
illegales Marihuana.
Alleine bin ich mit meinem Schmerz,
alleine steht meine Überzeugung,
wegrennen ist meine Bestimmung,
um das Gesetz zu umgehen.
Verloren im Innersten des großen Babylon.
Sie nennen mich den Schwarzen Algerier,
schwarzer Nigerianer,
schwarzer Bolivianer,
Schwarzer,
illegale schwarze Hand.